Über dieses Blog

Die SOS-Kinderdörfer haben einen wichtigen Grundsatz: Sie sind politisch neutral und offen für Kinder aller Religionen. SOS-Kinderdörfer gibt es genauso im Westjordanland und in Gaza wie in Israel und überall auf der Welt.
Auch in diesem Blog geht es nicht um Politik. Stattdessen möchten wir von den Menschen in Gaza erzählen, die nicht anders sind als Menschen überall: Wir sind glücklich, wenn es unseren Kindern gut geht. Wir möchten arbeiten. Wir lieben es, mit Freunden zusammenzusitzen und einen Tag am Meer zu verbringen. Unsere Kinder hören die gleiche Musik wie andere Jugendliche. Nur eins ist anders: Wir haben gerade einen Krieg erlebt! Wie es den Menschen in Gaza geht, welche Sorgen, welche Hoffnungen sie haben – darüber schreiben wir.

Über uns

Kamil

kamil-elshami1Ich heiße Kamil el Shami und bin 1952 im Gazastreifen geboren. Nach dem Abitur habe ich an der Universität Heidelberg Geowissenschaften studiert und 1984 an der Universität Mainz promoviert. Anschließend habe ich als Hochschullehrer an verschiedenen Universitäten in Palästina unterrichtet. Derzeit arbeite ich als Professor an der Universität Gaza und schreibe Artikel zu zivilen Themen aus dem Gazastreifen sowie literarische Kurzgeschichten. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder.

Seit 1996 bin ich Projekt-Koordinator von SOS-Kinderdorf Rafah, Gaza. 2001 wurde das Kinderdorf fertig gestellt, seitdem leistet die Organisation vielfältige Hilfe für die Menschen in Gaza. Zu ihren Einrichtungen gehören auch ein medizinisches Zentrum und die SOS-Familienhilfe, die derzeit 900 Kinder und ihre Eltern unterstützt.

Ihsan

ihsan-redwanIch heiße Ihsan Redwan und wurde im Gaza-Streifen geboren.

Von 1987 bis 2001 war ich SOS-Mutter im SOS-Kinderdorf Bethlehem. Als ich im Jahr 2001 meine Familie in Gaza besuchte, konnte ich plötzlich nicht mehr zurück, da die Grenze zwischen Gaza und der West Bank geschlossen worden war. Im Jahr 2004 habe ich deshalb begonnen, die  SOS-Familienhilfe im Gaza-Streifen aufzubauen. Seitdem bin ich unterwegs bei den Menschen. Ich versuche ihnen dabei zu helfen,  ihren Weg zu gehen, höre ihre Geschichten. Einige davon möchte ich hier erzählen.

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Liebe Leser,

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  • Dieses Weblog ist kein Forum für politische Grundsatzdiskussionen über den Nahost-Konflikt. Auch wenn jeder eine Meinung zu diesem Konflikt hat: Hier geht es um die Menschen, nicht um Politik!
  • Kommentare, die nur Werbung oder Links enthalten oder Kommentare, die inhaltlich irrelevant sind, werden nicht veröffentlicht.

Ich freue mich auf alle eure Beiträge!

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3 Antworten zu “Über dieses Blog

  1. helga pollmeier

    Ich bin auf Eure Berichte gespannt,denn wir können hier nur glauben,was Reporter schreiben oder senden.Die wirklichkeit sieht bestimmt anders aus.Da ich 1938 geboren bin,ist mir als Kind“Krieg“ kein Fremdwort,denn den 2.Weltkrieg erlebte ich hautnah und anschließend die Besatzungszeit…also mein Mitgefühl haben auf jeden Fall die Kinder…denn hungern war damals kein Fremdwort…mein Schicksal hat es so weit gut gemeint und ich kann heute in Deutschland in Frieden leben…habe Hoffnung für meine Kinder und meinem Enkelkind,dass es auch bei Euch mal Frieden gibt…denn glaubt mir,die größte Unruhe wird heute durch die Religionen geschürt…dabei zählt nur der Mensch….Eure Polly

  2. meryemdeutschemuslima

    Salam aleikum,
    ich grüße Euch beide – hab Euch schon eine Weile in meinem blog verlinkt, aber ehrlich gesagt noch nicht soviel hier reingeschaut, da immer soviel anderes los war.
    Jetzt hat mich gerade geschockt zu lesen, dass Du Ihsan, von Deinem Kinderdorf in Bethlehem abgeschnitten wurdest. Heißt das, dass Deine Kinderdorfkinder von heute auf morgen ohne ihre Pflegemutter auskommen mussten? Was für ein Wahnsinn. Und kannst Du jetzt nach all den Jahren immer noch nicht ausreisen aus Gaza?
    Eine verstorbene Freundin von mir hat in Bremen für SOS gearbeitet, da konnte ich ein bisschen Einblick in die Arbeit gewinnen, wirklich eine bemerkenswerte Organisation.
    In scha Allah bleibt sie lange erhalten und finanzkräftig genug für alle die Aufgaben.

    Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema „Kriegskinder“ und „Kriegsenkel“, da so manche Schwierigkeiten in meiner Familie mit alten Traumata zu tun haben. Dann muss ich natürlich immer an die Kinder bei Euch denken und wie es jemals gelingen kann, die seelischen Wunden heilen zu lassen, damit nicht Generation um Generation unter diesem Dauerkrieg leidet.

    Ich wünsche Euch Gottes Segen für Euch und Eure Arbeit, wassalam, Meryem

  3. Sabine Kuntz

    Ich lese gerade das Buch „Gaza – Berichte aus einem Land ohne Hoffnung“ von Bettina Marx und finde große Übereinstimmung ihrer Beschreibung der Situation in Gaza mit den hier veröffentlichten Berichten. Man kann nur hoffen, dass eines Tages politische Vernunft und Weitblick ein menschenwürdiges Leben auch in dieser Region ermöglicht. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Mut für Ihre Arbeit!
    Mit großer Hochachtung
    Dr. Sabine Kuntz
    Kinderärztin

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